Bevor ich meinen Rucksack gepackt habe und nach Saint-Jean-Pied-de-Port gereist bin, war der Jakobsweg schon längst ein Teil von mir. Immer wieder tauchte dieser Gedanke in meinem Alltag auf.
Beim Spazierengehen, beim Nachdenken oder in Momenten, in denen ich einfach gespürt habe, dass da noch mehr in mir ist, das gelebt werden möchte. Am Anfang war es nur eine Idee. Doch mit der Zeit wurde daraus etwas anderes. Eine Sehnsucht.

Und diese Sehnsucht hatte eine besondere Kraft ☆. Selbst an ganz normalen Tagen reichte manchmal schon der Gedanke an diesen Weg, um mich innerlich wieder aufzurichten. Es war, als würde mich dieser Traum daran erinnern, dass das Leben noch viele Möglichkeiten bereithält.
Vielleicht beginnen manche Wege genau so. Mit einem Gedanken, der immer wieder zurückkommt, bis man merkt, dass es mehr ist als eine Idee. Dass es ein Ruf ist!
Als ich schließlich am Start des Weges stand und die ersten Schritte machte, fühlte sich alles erstaunlich vertraut an. Fast so, als hätte dieser Weg schon lange auf mich gewartet.
Heute glaube ich: Manche Träume klopfen so lange an unser Herz, bis wir bereit sind, ihnen zu folgen. Und manchmal reicht schon ein einziger Gedanke, um das eigene Leben in Bewegung zu bringen.
